
Neulich in der Werkstatt – das klingt jetzt fast wie der Anfang eines schlechten Witzes –, aber ich stand wirklich da, Kaffee in der Hand, als ein Kollege fast über ein loses Stahlprofil gestolpert wäre. Nur ein “fast”. Ehrlich gesagt hat mich der Moment wieder daran erinnert, wie schnell so etwas passieren kann. Und wie oft wir über Schuhe einfach nicht weiter nachdenken. Dabei sagen die Unfallstatistiken in Deutschland ziemlich klar: Füße und Zehen gehören zu den am häufigsten verletzten Körperstellen am Arbeitsplatz.
Wenn man sich die Berichte der DGUV etwas genauer anschaut – und ich habe das in den letzten Wochen mehr getan, als mir lieb ist –, dann fällt etwas auf: Viele Unfälle wären durch passende Schutzschuhe wesentlich glimpflicher ausgegangen. Manchmal sogar komplett vermeidbar.
Ich finde es spannend, wie nüchtern Zahlen sein können, und trotzdem so deutlich sprechen. Rund 17% aller meldepflichtigen Arbeitsunfälle betreffen Stolpern, Ausrutschen oder Umknicken. Und bei mindestens jedem dritten Fall spielen ungeeignete oder abgenutzte Schuhe eine Rolle. Das ist ziemlich viel, wenn man bedenkt, dass Schuhe eigentlich die einfachste PSA-Komponente sind.
| Kriterium | Details |
|---|---|
| Zehenkappe | Schützt vor Druck und Stoß, besonders relevant bei Lager & Produktion |
| Sohle | Rutschhemmung (SRC), Durchtrittschutz (S3), Temperaturbeständigkeit |
| Material | Leder, Mikrofaser oder Gummi – je nach Branche unterschiedliche Vorteile |
| Passform | Verhindert Stolpern, Blasen, müde Füße; oft unterschätzt |
Übrigens, ich habe lange gedacht, dass “S3 reicht doch immer”. Aber das stimmt nur teilweise. Die Unfallzahlen zeigen ziemlich klar, dass unterschiedliche Arbeitsbereiche verschiedene Risikoprofile haben. Manchmal ist S1P völlig ausreichend, manchmal braucht man HRO-Sohlen, manchmal zwingend Metallfreie Kappen, weil Detektoren sonst Alarm geben.
Mal ganz ehrlich: Gute Schuhe fühlen sich erst nach einer Woche richtig “eingelaufen” an. Aber schlechte Schuhe spürt man ab der ersten Stunde.
“Der beste Arbeitsschuh ist der, der zum Risiko passt – nicht der, der am günstigsten ist.”
Risiko analysieren – Wo arbeitest du? Was kann fallen, rollen, auslaufen? Eine kleine Liste reicht.
Normen checken – S1, S2, S3, S5… klingt verwirrend, aber die Norm verrät viel. Einfach kurz abgleichen.
Rutschhemmung testen – Wenn möglich, im echten Bodenbereich probieren. Glatter Beton verhält sich anders als Fliesen.
Passform nicht unterschätzen – Lieber 10 Minuten länger probieren als 10 Stunden Schmerzen riskieren.
Branche berücksichtigen – Elektriker andere Anforderungen, Küchenpersonal wieder andere.
Unfallzahlen zeigen: Rutschhemmung und Zehenschutz verhindern die meisten Fußverletzungen.
Ein schlecht sitzender Schuh erhöht das Stolperrisiko mehr, als man denkt.
Die Norm allein reicht nicht – der Einsatzzweck bestimmt die eigentliche Wahl.
Das hängt vom Arbeitsplatz ab. Produktion/Logistik meist S3, Büro mit Lageranteil S1 oder S1P.
Sehr. Über 40% der Fußverletzungen könnten damit verhindert werden.
Komposit ist leichter und kälteunempfindlicher, Metall oft günstiger. Sicherheitsniveau ist identisch.
Spätestens wenn die Sohle abgefahren ist oder der Schutz beschädigt wirkt – meist nach 12–18 Monaten.
Fett, Ölreste, Wasserschichten – selbst gute Sohlen haben Grenzen. Reinigung hilft enorm.
Ja, tatsächlich. Fehlhaltungen durch schlechte Dämpfung sind ein häufiger Faktor.
Wenn ich eins aus all den Unfallstatistiken gelernt habe, dann das: Sicherheit beginnt bei den Füßen. Klingt simpel, aber es stimmt. Wenn du passende Schuhe hast, bewegst du dich entspannter, sicherer – und irgendwie selbstbewusster. Falls du bei der Auswahl noch tiefer einsteigen möchtest, wir bei Arbeitszone haben eine ganze Reihe von Modellen im Katalog, die du unverbindlich durchstöbern kannst. Und hey… schau dich ruhig um, deine Füße werden’s dir danken.
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